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Chromrückgewinnung ReChrom
Problemstellung
Beim Verchromen mit den herkömmlichen Cr6+ - haltigen Elektrolyten, sei es dekorative Verchromung oder Hartverchromung, gehen erhebliche Mengen des Elektrolyten durch Verschleppung in das Spülwasser und durch die aufgrund der schlechten Stromausbeute entstandenen Gasentwicklung als Sprühnebel verloren, von denen oft nur ein geringer Teil durch Sparspülungen zurückgewonnen wird.

Das Aufkonzentrieren der Sparspülung mit Verdampfern oder Riesel - Verdunstern verringert die Verluste, die Rückführrate wird aber gewöhnlich von der Verdunstung vom Verchromungsbad bestimmt. Diese ist bei Chrombädern, die aufgrund der gewünschten Streuung mit geringen Temperaturen gefahren werden, extrem niedrig. Auch Tiefbäder mit geringer Badoberfläche oder abgedeckte Bäder haben entsprechend geringe Verdunstungsverluste, die nur ein geringes Rückführvolumen zulassen. Die Verluste über die Badabsaugung sind nicht zu vernachlässigen, sie betragen je nach Bedingungen 5 - 20 mg/m3.

Die in das Abwasser gelangende Chromsäure muß entgiftet und neutralisiert werden. Dazu muß das Abwasser zunächst auf pH 2 - 2,5 angesäuert werden, um im sauren pH-Bereich die Reduktion zum dreiwertigen Chrom durchführen zu können. Die Reduktion erfolgt gewöhnlich mit Natriumbisulfit oder SO2. Die zuverlässige Dosierung über Redox - Messung erfordert Überschüsse des Reduktionsmittels, welche Kosten und hohe CSB - Werte verursachen. Nach der Reduktion muß das nun saure Abwasser zur Fällung des dreiwertigen Chroms neutralisiert werden.
Eine gute Fällung und Abtrennung des Cr(OH)3 - Schlammes verlangt Zugaben von Flockungsmitteln.

Der Schlamm ist über eine Filterpresse zu einem Kuchen mit 30 - 40% Feststoff zu entwässern und als giftiger Sondermüll zu entsorgen. Addiert man an diesem Punkt die Verluste, so wird klar, daß sich die Rückgewinnung in kurzer Zeit bezahlt macht. Zu den Kosten des verlorenen Elektrolyten (Chromsäure und Katalysator) kommen die für Säure, Reduktionsmittel und Alkali, für Flockungsmittel, Schlammbehandlung, Transport und Entsorgung. Hinter den direkt erkennbaren Kosten steht ein ganzes Paket von weiteren Aufwendungen (Wartung, Energie, Elektroden, Filtertücher, Fällungsmittel, Selektiv - Austauscher). Zusätzlich führt die Chromatentgiftung und Neutralisation zu einer Aufsalzung des Abwassers die der 3-fachen Menge der CrO3 - Menge entspricht.
Lösung
Chromsäurerückgewinnung

Das Gütling Chromsäure - Rückgewinnungsverfahren vermeidet Wertstoffverluste, Abwasser, Schlamm, Umweltverschmutzung und sorgt für einen sauberen Elektrolyten und kontinuierliche Arbeitsbedingungen.
Verfahrensbeschreibung
Das System stellt eine ideale Kombination von Rückgewinnung der Chromsäure aus Spülwasser und Abluft, Reinigung der Abluft unter Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte, wassersparender Spültechnik, kostenloser Elektrolytkühlung über Verdunstung und Reinigung des Chromelektrolyten dar.

Anlagenbeschreibung
Das Chromsäure - Rückgewinnungssystem wird in die Verchromungsanlage voll integriert und umfaßt folgende Anlagenteile:
  • Wassersparende Tauch-Spritz-Spüleinrichtungen
  • Absaugung des Chrombereiches mit Abluftreinigung und Rückgewinnung der Chromsäure
  • Mehrstufiger atmosphärischer Verdunster, integriert in den Abluftstrom
  • Elektrolytumlauf mit Verdunsterkühlung und Temperatursteuerung der Chrombäder
  • Kontinuierliche Fremdmetallentfernung
  • Rückführung der Chromsäure aus Spülwasser und Abluft
Vorteile
Hieraus resultieren entscheidende Vorteile für das Gütling Wassertechnologie-System:
  • erhebliche Entlastung der Abwasseranlage
  • Einsparungen von Löhnen an der Abwasseranlage
  • Einsparungen von Behandlungschemikalien
  • Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte für Chrom - Abluft
  • Rückgewinnung des Wertstoffes
  • Kein Schlammanfall, somit auch hier erhebliche Einsparungen
  • Kurze Amortisation der Anlage
  • Entlastung von Mensch und Umwelt
  • Schonung der Ressourcen